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Zur Geschichte von Schloss Heiligenhoven

Jahr Ereignis
1363 Erste urkundliche Erwähnung.
1425 Erste Nachweise über Besitz- und Eigentumsverhältnisse: Johann van Eyckelinghoyven trägt der Stadt Köln die Burg Heiligenhoven als "Offenhaus" an.
16. -18. Jh. Mehrere Besitzerwechsel, u. a. residieren hier Familie von Steinrodt, Familie Schenk von Nideggen und Familie von Pfeill.
1748 Verkauf an den Hofrat und Schultheiß des Amtes Steinbach, Johann Joseph Reichsritter von Brück.
1758- 1760 Die Vorburg wird in Grauwacke als langer, u-förmiger und eingeschossiger Trakt errichtet und ist so bis heute erhalten. Gleichzeitig wird an der Stelle der alten Burg ein barocker Neubau des Herrenhauses erbaut.
1767 Joseph Reichsritter von Brück erwirbt neben Oberheiligenhoven auch Mittel- und Unterheiligenhoven und vereinigt die drei Besitzungen erstmals in einer Hand.
1788 Wirtschaftlich ruiniert verkauft sein Sohn Joseph von Brück das Schloss an Friedrich Leopold Freiherr von Fürstenberg-Herdringen, der es 1791 in Besitz nimmt.
1824-1827 Nach Einsturz des Altenberger Domes lässt dessen Eigentümer, Theodor Freiherr von Fürstenberg umfangreiches Steinmaterial vom Altenberger Dom nach Heiligenhoven schaffen und errichtet damit ein drittes Obergeschoss für das Hauptgebäude. Er lässt es außerdem mit einem neugotischen Zinnenkranz und Ecktürmchen versehen. Schloss Heiligenhoven wird Wohnsitz der Familie von Fürstenberg.
1881 Egon Reichsfreiherr von Fürstenberg wird vom preußischen König zum Landrat ernannt und errichtet auf eigene Kosten das Landratsamt des Kreises Wipperfürth im neu aufgebauten südlichen Eckturm der Vorburg.
1925 Friedrich Reichsfreiherr von Fürstenberg stirbt und hinterlässt Heiligenhoven seinen Kindern Max und Thea.
1928 Der Kreis Wipperfürth erwirbt den größten Teil der Waldgebiete, die von Arbeitslosen gerodet werden, um sie landwirtschaftlich zu nutzen.
1932 Die Kreissparkasse Wipperfürth erwirbt Schloss Heiligenhoven. Das Schlossinventar wird zwangsversteigert.
1934 Ein geplanter Hitler-Besuch auf Heiligenhoven scheitert wegen des Röhmputsches.
1933-1938 Heiligenhoven wird Kaserne des Reichsarbeitsdienstes. Schloss und Parkanlage werden vom Konsul Hugo Brochhaus erworben (1937).
1938-1940 Schloss Heiligenhoven dient dem NS-Landdienst als Unterkunft.
1943-1945 Das Kölner Wehr-Bezirkskommando ist im Schloss untergebracht.
1956 Verkauf an das Sozialwerk Adam-Stegerwald (später: Stegerwald-Stiftung).
1972 Die Gemeinde Lindlar erwirbt das Waldgelände (Steimelskopf) und den Park als Schul-, Sport- und Freizeitgelände.
1973 Ein Brand vernichtet das Haupthaus des Schlosses. 
1978 Einweihung des wiederaufgebauten Schlosses als Familienerholungsstätte "Schloss Heiligenhoven".
Juli 1999 Erwerb der Anlage durch den Landschaftsverband Rheinland.
Heute Sitz der Verwaltung des Bergischen Freilichtmuseums, Tagungs- und Seminarzentrum, Veranstaltungsort mit Schlossrestaurant und Schülerherberge.

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